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05. Mai 2026

Lückenschluss: Fertigstellung der historischen Rampe am Zitadellengraben

Die Landeshauptstadt Mainz hat den Lückenschluss am Zitadellengraben erfolgreich abgeschlossen. Mit der Fertigstellung der neu gestalteten historischen Rampe wurde ein wichtiger Verbindungsweg zwischen dem Drususwall und dem Zitadellenweg geschaffen, der nun für Besucher:innen komfortabel und sicher zugänglich ist.

Blick von oben auf die neue Rampe, die als Fußweg Drususwall und Zitadellenweg verbindet

Die neue Rampe führt in einer 180-Grad-Wendung entlang des Hangs zu den Wallanlagen und stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Zitadellenweg und dem Drususwall her. Der Entwurf der Rampe berücksichtigt sowohl die historische Bedeutung des Areals als auch die heutigen Anforderungen an die Nutzung des Zitadellenwegs.

In den vergangenen Wochen wurden die letzten Geländer- und Zaunelemente installiert, die nicht nur als Gehhilfen für die Besucher:innen dienen, sondern auch für die verkehrsrechtliche Sicherung des Weges sorgen. Diese Maßnahme stellt eine bedeutende Verbesserung der Erreichbarkeit des Zitadellenareals dar und trägt dazu bei, den Zugang zu einem der herausragendsten historischen Orte in Mainz zu erleichtern.

Die offizielle Eröffnung der Rampe fand in Anwesenheit von Ludwig Holle, Dezernent für Bauen, Denkmalpflege und historisches Erbe und Janina Steinkrüger, Dezernentin für Umwelt und Mobilität statt. Zu den weiteren Gästen gehörten der Ortsvorsteher der Mainzer Altstadt, Brian Huck, der Ortsvorsteher der Mainzer Oberstadt, Tim Ott, Christian Henkes vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und Kay-Uwe Schreiber von der Initiative Zitadelle Mainz.

„Mit der Fertigstellung dieser Rampe haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um den historischen Charakter der Zitadelle zu bewahren und gleichzeitig die Zugänglichkeit zu diesem einzigartigen Kulturdenkmal zu verbessern“, erklärt Ludwig Holle, Dezernent für Bauen, Denkmalpflege und historisches Erbe.

Umweltdezernentin Janina Steinkrüger: „Die Zitadelle bietet mitten in der Stadt Tieren und Pflanzen einen Lebensraum von unschätzbarem ökologischem Wert. Hier leben hunderte Tier- und Pflanzenarten, darunter über 60, die auf der Roten Liste stehen. Die Mauern der Zitadelle bieten seit Jahrhunderten ungestörte Habitate und sind als Biotopen von landesweiter Bedeutung. Die Zitadelle ist damit ein ganz wichtiger Bestandteil im Verbund der Biotope der Stadt Mainz. Und die Zitadelle ist, und das werden wir im Sommer wieder sehr zu schätzen wissen, die grüne Lunge der Innenstadt und damit auch für das Stadtklima von besonderer Bedeutung.“

Die neu errichtete Rampe, in die rund 650.000 Euro investiert wurden – ohne Berücksichtigung der Sanierung des Mauerwerks –, ist Teil eines größeren Entwicklungsprojekts und ist bereits der vierte Teil des Grabenabschnitts. Dieses sieht mittelfristig einen Rundweg durch das gesamte Zitadellenareal vor. In Zukunft wird es allen Besucher:innen möglich sein, vom Zitadellenweg über die Rampe zu den Wallanlagen zu gelangen und weiter entlang des Drususwalls zu spazieren. Der Weg führt über die Windmühlenstraße hinab in den südwestlichen Teil des Grabens. Ein geplanter Treppenaufgang oder ein Lift werden den Zugang zur Zitadelle über das Süd-Ost-Portal ermöglichen.

Darüber hinaus wird die Sanierung im südöstlichen Bereich des Grabens fortgesetzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der vordere Teil des Grabens – vom Zitadellenweg bis zum Süd-Ost-Portal – für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, während der hintere Teil in Richtung Bastion Drusus naturnah erhalten bleibt.

„Dieses Projekt zeigt, wie historische Stätten erfolgreich in die moderne Nutzung integriert werden können, ohne ihren einzigartigen Charakter zu verlieren. Die neue Rampe ist ein bedeutender Baustein für die Weiterentwicklung der Zitadelle als kulturhistorisches Denkmal der Stadt Mainz“, so Holle weiter.

Die neue Wegeführung stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Konzeption dar und unterstreicht die besondere Bedeutung des gelungenen Kooperationsprojekts: Im Rahmen der Arbeiten wurde eine naturverträgliche Instandsetzung umgesetzt, die den Schutz der Umwelt mit den Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang bringt. Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Projekt beispielhaft zeigt, wie Naturschutz und Denkmalschutz erfolgreich Hand in Hand gehen können. 

Die Stadt Mainz wird auch künftig in den Erhalt und die Weiterentwicklung dieses bedeutenden Flächendenkmals investieren, um den Zugang zu diesem kulturellen Erbe für alle zugänglich zu machen.

Die Bauarbeiten umfassten unter anderem:

  • 1.200 m³ Erde zum Ausheben und Entsorgen
  • 700 m² wassergebundene Wegedecke
  • 130 m² Farbasphalt
  • 2.250 m² Kräuterwiese
  • 650 m² Nassansaat
  • 240 m Einfassungen

Die Ausführung der Erdbauarbeiten dauerte etwa ein Jahr, während die Metallbauarbeiten rund ein Vierteljahr in Anspruch nahmen.

Über die Sanierung der Zitadelle Mainz

Die Stadt Mainz und die Gebäudewirtschaft Mainz investiert kontinuierlich in den Erhalt und die Modernisierung des Flächendenkmals Zitadelle. Das Ziel ist es, die historische Festungsanlage erlebbar zu machen und dabei höchste Standards bei Denkmalschutz und Barrierefreiheit und Naturschutz zum Nutzen aller zu vereinen.

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