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17. März 2026

Lesen ist wieder in – aber anders: Vortrag über das „neue Lesen“

Am morgigen Mittwoch, 18. März 2026 um 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr) lädt die Mainzer Bibliotheksgesellschaft zum nächsten „Treffpunkt Stadtbibliothek“ in die Wissenschaftliche Stadtbibliothek (Lesesaal, Rheinallee 3B, 55116 Mainz) mit Gerhard Lauer ein.

Junge Leserinnen und Leser bringen die Hallen der Buchmessen zum Überlaufen und sorgen überdies für steigende Absatzzahlen in den Verlagen. Lesen erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance - allerdings in Formen, die sich deutlich von traditionellen Vorstellungen unterscheiden. Genres wie „Dark Academia“ oder „Romantasy“ prägen die Lektüre vieler junger Menschen, während soziale Medien eine immer wichtigere Rolle in der Kommunikation über Bücher spielen. Diese Entwicklungen sorgen im etablierten Literaturbetrieb nicht selten für Irritationen.

Der Buchwissenschaftler Gerhard Lauer beleuchtet in seinem Vortrag die Dynamik dieses „neuen Lesens“ und zeigt, wie stark sich die literarische Öffentlichkeit derzeit verändert. Dabei geht es nicht nur um neue Genres und digitale Plattformen, sondern auch um die Frage, welche Folgen diese Entwicklungen für unser Verständnis von Literatur und Kultur haben – und warum dieses neue Lesen oft nur wenig mit dem Lesen in der Schule gemein hat.

Prof. Dr. Gerhard Lauer ist Professor für Buchwissenschaft am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 

In seiner Forschung beschäftigt er sich insbesondere mit dem Lesen im digitalen Zeitalter. Ein Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Social Reading, also dem gemeinschaftlichen Lesen und Diskutieren von Büchern über soziale Plattformen. Mithilfe spezieller Methoden untersucht er das Leseverhalten junger Menschen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Entgegen der weit verbreiteten Annahme lesen junge Menschen heute mehr denn je.

Der Vortrag bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Lesekultur und lädt dazu ein, die Veränderungen im Umgang mit Literatur neu zu betrachten.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. 

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