Brunnensaison beginnt: Kirschgartenbrunnen als Auftakt
Mit dem Start ins Frühjahr beginnt traditionell auch in der Landeshauptstadt Mainz wieder die Brunnensaison: Umweltdezernentin Janina Steinkrüger hat diese am 29. April 2026 am Kirschgartenbrunnen in der Mainzer Altstadt eröffnet.
"Mit den steigenden Temperaturen gewinnen unsere Brunnen als Orte der Aufenthaltsqualität wieder zunehmend an Bedeutung. Sie tragen gerade an heißen Tagen zu einem angenehmeren Mikroklima in der dicht bebauten Stadt bei und sind zugleich beliebte Treffpunkte für die Mainzerinnen und Mainzer sowie unsere Gäste," erklärt Umweltdezernentin Janina Steinkrüger.
Ab Anfang Mai werden innerhalb von etwa vier Wochen rund 60 betriebsbereite Brunnen im gesamten Stadtgebiet sukzessive in Betrieb genommen. Je nach Wetterlage bleiben die Anlagen bis etwa Mitte Oktober aktiv. Auch wenn der Betrieb von Brunnen und Wasserspielplätzen keine Pflichtaufgabe der Kommune ist, verfolgt die Stadt Mainz das Ziel, möglichst viele Anlagen wieder sprudeln zu lassen. Umweltdezernentin Janina Steinkrüger: "Trotz der schwierigen finanziellen Situation der Mainzer Stadtverwaltung setze ich mich dafür ein, dass unsere Brunnen und Wasserspielplätze, in Betrieb gehen, soweit es möglich ist. Vor allem die Wasserspielplätze bieten in Zeiten des Klimawandels allen Menschen eine kostenfreie Möglichkeit, sich abzukühlen."
Technische Defekte und bauliche Mängel schränken den Betrieb einzelner Brunnen weiterhin ein: So bleiben der Jubiläumsbrunnen, die kleinen Kaiserstraßenbrunnen, der Gotthardbrunnen, der Brunnen auf dem Lerchenberg und der Kästrichbrunnen vorerst außer Betrieb. Die Wasserspiele auf dem Hartenberg können voraussichtlich erst im Hochsommer genutzt werden. Der Klenkbrunnen wird nach einem Defekt der Hauptpumpen derzeit instandgesetzt.
Der Kirschgartenbrunnen im Herzen der Mainzer Altstadt wurde im Jahr 1932 vom Verschönerungsverein Mainz gestiftet. Er besteht aus rotem Sandstein mit einer rund 4,20 Meter hohen Säule und einem Beckendurchmesser von etwa drei Metern. Die Madonna wurde vom Mainzer Steinmetz Jean Sauer entworfen und gefertigt, die Reliefs stammen von dem Bildhauer Carl Hoffmann.
Eine Inschrift erinnert an die Stiftung des Brunnens: "Zum Schmuck der Vaterstadt stiftete der Mainzer Verschönerungsverein diesen Brunnen im Jahre 1932".
Der Brunnen wurde 1978 sowie Ende der 1990er Jahre restauriert, zuletzt mit Unterstützung der benachbarten Firma Konrad Schué.