Mainz teilt: gemeinsam nachhaltig leben
Teilen ist das neue Haben! In Kooperation mit der Kommunalen Abfallwirtschaft Mainz und Mainz-Bingen (KAW) setzt die Stadt Mainz mit ihrem Agenda-Büro den Startpunkt für die Kampagne „Mainz teilt!“. Mitmachen können alle, die Alltagsgegenstände verleihen möchten oder sich schon immer gefragt haben, ob man immer alles selbst „haben“ muss.
Für ein einziges Loch in der Wand extra eine Bohrmaschine kaufen? Brauche ich wirklich eine eigene Campingausrüstung für einen kurzen Trip mit Freunden an den See? Vielleicht gefällt mir Camping
auch gar nicht… Daher ist das Ausleihen bzw. Teilen oftmals eine sinnvolle Alternative. Und vielleicht haben ja gerade die Nachbarn die passenden Gegenstände da und würden sie gerne teilen.
Einfaches Prinzip
Im Umweltladen (Steingasse 3-9) gibt es Stickerbögen, Flyer und Plakate. Mit diesen Materialien im Flur des Wohnhauses kann die Nachbarschaft auf die Aktion aufmerksam gemacht werden und die Sticker werden auf den eigenen Briefkasten geklebt. Mit diesen zeigt man, welche Gegenstände man zu Hause hat und gerne teilen würde. Die Nachbarschaft macht das gleiche.
„Die Vorteile von ,Mainz teilt‘ liegen klar auf der Hand“, so Sabine Gresch vom Agenda-Büro. „Teilen stärkt die Gemeinschaft, Teilen schont Ressourcen und Teilen schont den Geldbeutel obendrein, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit“.
Cordula Zimper von der KAW betont, dass ihr vor allem auch der Abfallaspekt wichtig ist. „Bei der Produktion, beim Transport und bei der Entsorgung entstehen große Abfallmengen. Und wenn dann zum Beispiel ein Elektrogerät nur einmal benutzt wird, fällt viel Abfall für wenig Nutzen an.“ Hier setzt „Mainz teilt“ an. Im Flyer, der auch im Umweltladen ausliegt, wird auch über die rechtlichen Aspekte beim Tauschen informiert und wo man sonst noch in Mainz tauschen und verschenken kann.
„Wir möchten mit dieser niederschwelligen Aktion aufzeigen, wie nachhaltig leben ganz einfach umzusetzen ist und das auch noch auf eine witzige Art und Weise“, so Sabine Gresch. Denn natürlich sind die Sticker „uff meenzerisch“. Da heißt es z.B. „fer zum bossele“ für Werkzeug aller Art, „Spass uff de Gass“ für Boule oder Badminton-Equipment oder aber „mer wolle feiern“ für Grill, Musikanlage und Co. „Wir hoffen sehr, dass diese Aktion gut angenommen wird“, sagt Cordula Zimper. „Teilen macht glücklich und stärkt das Miteinander.“
AGENDA-Büro, Amt für Stadtforschung und nachhaltige Stadtentwicklung
Dr. Sabine Gresch
agenda-infostadt.mainzde
Kommunale Abfallwirtschaft Mainz und Mainz-Bingen AöR
Cordula Zimper
cordula.zimperkaw-mainz-bingende